„Zu den Leuten gehen“ und Gemeinschaft entstehen lassen – das war den scheidenden Pfarrgemeinderäten aus Halsbach stets wichtig. Mit einem Gottesdienst wurden sie in den vermeintlichen Ehrenamtsruhestand verabschiedet. Dass sie weiterhin mitanpacken, wenn Not an Mann oder Frau ist, versicherten sie dabei unaufgefordert.
Martin Winklbauer, der seit 2010 dem Pfarrgemeinderat angehörte und seit 2014 den Vorsitz innehatte, wurde mit dem Pfarrsiegel in Bronze geehrt. Er verstand es, das „Schiff Pfarrgemeinderat“ durch viele Höhepunkte, aber auch Herausforderungen wie die Bildung des neuen Pfarrverbands und die Coronazeit mit Geschick, Kreativität und dem richtigen Gespür zu lenken. Unvergessen bleibt vielen Ehejubiläumspaaren wohl das große Freiluftfest auf der Waldbühne. Die dort präsentierten Brautkleider und Bräutigamsanzüge der vergangenen 50 Jahre sorgten unter den Gästen für viele „Ahs“ und „Ohs“. Seine Worte und Ausführungen zu verschiedensten Themen sowie seine Fähigkeit, „groß“ zu denken, waren und sind weiterhin sehr gefragt.
Christine Hofmeister war ebenfalls seit 2010 Mitglied des Pfarrgemeinderats und ab 2022 Zweite Vorsitzende. Sie betreute alle Angelegenheiten rund um die Firmung und war eine große Stütze bei Festen und Veranstaltungen. Auf sie sei stets Verlass gewesen.
Im Jahr 2010 wurde auch Florian Müller in das Gremium gewählt. Seine Fachkenntnisse im IT-Bereich zeichneten ihn aus und sorgten mitunter für Überraschungen. Seine Empathie bewies er bei der Betreuung des Projekts der indischen Patenkinder, der Flüchtlinge aus Afghanistan und der Ukraine sowie im Sachausschuss Ökumene.
Eine Wahlperiode lang kümmerte sich Gerhard Holzner um Firmlinge und Ministranten. Mit seiner ruhigen und kompetenten Art hatte er sie schnell auf seiner Seite. Auch mit seinen praktischen Fähigkeiten als Schreiner konnte er viele Wünsche erfüllen.
Angelika Huber, seit 2022 Mitglied des Pfarrgemeinderats, war das zuverlässige Bindeglied zwischen Landjugend und Pfarrgemeinderat. Soweit es ihre Ausbildung in Passau zuließ, half sie bei verschiedenen Veranstaltungen tatkräftig mit.
Im Rahmen des Arbeitnehmergottesdienstes wurden in der katholischen Pfarrei St. Pius die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderatsmitglieder verabschiedet und die neu gewählten Räte den Gläubigen vorgestellt.
Pfarrer Witold Kuman würdigte das Engagement und die Verantwortung, welche die ausgeschiedenen Mitglieder über Jahre hinweg getragen haben. „Jeder Einzelne hat das Pfarrleben entscheidend mitgeprägt und mitgestaltet und zu einem lebendigen Miteinander beigetragen.“ Zugleich dankte Pfarrer Kuman den neu gewählten Räten für ihre Bereitschaft, für die Pfarrei St. Pius Verantwortung zu übernehmen.
„Der Arbeitnehmersonntag passt gut zum Pfarrgemeinderat,“ so eröffnete Klaus Huber, einer der beiden neuen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, die Vorstellung der Pfarrgemeinderäte. „Die Pfarrgemeinderäte übernehmen in der Pfarrei viele Arbeiten und Tätigkeiten, kleine und größere, sichtbare und weniger sichtbare, die nicht minder wichtig sind“, unterstrich Huber die Bedeutung des Gremiums. Folglich seien die Pfarrgemeinderäte „Arbeitnehmer im Weinberg des Herrn“.



